Die Menschen im Projekt

Im Kopfkino-Kunstprojekt gibt es neben uns natürlich vor allem Dich und alle, die irgendwie mit dem Projekt in Berührung kommen. Wichtig sind aber besonders die Profiler*innen und die Interviewgäste!

Die 12 Interviewgäste

Die Gruppe der Gäste ist 'bunt' und inklusiv: Frauen, Männer, jung und alt, mit diversen Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen, angestellt oder selbstständig tätig, mit unterschiedlichem Bildungsgrad, verschiedenen Ethnien, mit und ohne Behindertenausweis.

 

Im Rahmen der Interviews beantworteten die Gäste die Fragen der Profilerinnen und Profiler: Sie erzählten etwas über sich und ihr Leben. Ihr Aussehen durfte nicht erfragt oder von ihnen selbst beschrieben werden.

 

Jeder Gast wurde dann später in einem aufwändigen Shooting fotografiert. Die Portraits sind im zweiten Teil  der Ausstellung zu sehen. Im Notizbuch ist jeweils ein zweites Motiv abgebildet, das eine weitere interessante Facette der Menschen zeigt.

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Bildbeschreibung: Es werden 6 schwarz-weiß Bilder vom Fotoshooting gezeigt. Einmal sitze ich mit der Kamera an einem Tisch mit Schminkutensilien; dann sieht man mehrere Aufnahmen, wie ich in einer verlassenen Industriehalle Models fotografiere.

Die 6 Profiler*innen

Auch die Profilerinnen und Profiler wurden sorgfältig ausgewählt. Bei ihnen wurde besonders darauf geachtet, dass sie einen Beruf ausüben, in dem sie gut darin sein müssen, Menschen zu beobachten und einzuschätzen.

Drei Profiler sind männlich, zwei jünger als 30, drei sind blind. Die Aufgabe der Profiler*innen war, eine Frau und einen Mann, die sie noch nie gesehen haben, im Rahmen der Interviews kennenzulernen und einzuschätzen - voneinander durch Blindheit oder einen Sichtschutz getrennt. Sie konnten sich also nur hören. Anschließend hatten die Profiler*innen kurz Zeit, ihre Eindrücke und Einschätzungen zu notieren. Danach haben sie diese vorgetragen. Das war für jeden Interviewgast spannend und hat einige besonders berührt.

 

Danach wurde die Trennwand weggetragen und Profiler und Gäste konnten sich direkt begegnen. Das waren spannende Momente!

 

Die Einschätzungen der Profiler*innen wurden Teil der Hörportraits.

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Bildbeschreibung: Hier werden die drei Profilerinnen und drei Profiler mit Bild gezeigt. Es handelt sich wieder um schwarz-weiß Aufnahmen, die alle jeweils nur den Kopf und Hals zeigen. Die Bilder sind mouse-aktiv. Wenn man mit der Maus darüberfährt, werden die Namen und ein persönliches Statement sichtbar.

Die Bildbeschreibungen der Personen im Uhrzeigersinn von oben links:

1.

Dr. Petra B. , blind

Beruf: Richterin

Die Frau mittleren Alters hat schulterlanges, dunkles Haar, das sie offen trägt. Der Pony ist zur rechten Bildseite aus dem Gesicht gestrichen. Sie trägt eine weiße Bluse, der Kragen steht offen, Teile einer Panzerhalskette werden sichtbar. Die Frau hat ein eher quadratisches Gesicht, mit breitem Mund und einer geraden Nase, die nach unten in Flügelform endet. Die Frau hat eher kleine Augen, mit dunklen, dichten Wimpern. Die Augenbrauen sind dunkel und schmal. Die Frau schaut mit beiden Augen leicht nach außen. Der Mund ist leicht geöffnet. Sie lächelt den Betrachter freundlich an, dabei werden viele Lachfältchen um die Augen sichtbar.

2.

Frederik S. , blind

Beruf: Physiotherapeut

Der Mann, Ende 20 Anfang 30, hat kurze, dunkle Haare, die Ohren liegen frei und stehen ein wenig ab. Er trägt ein helles Hemd, bei dem der obere Kragenknopf offensteht. Darunter blitzt die Kante eines weißen T-Shirts hervor. Er hat ein eher längliches Gesicht. Die Augen sind geschlossen und von Lachfältchen umrahmt. Die Augenbrauen sind dicht und dunkel. Der Mann hat eine schmale gerade Nase. Er lächelt freundlich und zeigt dabei seine obere Zahnreihe.

3.

Maren B.

Beruf: Krankenpflegerin i. d. Psychiatrie und Studentin

Die Frau ist ca. Ende 20. Ihr Gesicht ist vor dem rechten Ohr und oben am Kopf angeschnitten. Ihr Kopf ist leicht nach links weggedreht und ihr Blick richtet sich links aus dem Bild. Sie trägt ihre schulterlanges, helles Haar offen mit Seitenscheitel. Sie hat ein längliches Gesicht mit vielen Sommersprossen. Ihr hellen Augen sind von dichten, dunklen Wimpern umrahmt. Im rechten Nasenloch trägt sie ein kleines, silbernes Ringpiercing. Ihr eher kleiner Mund mit vollen Lippen steht offen; die weißen Vorderzähne sind etwas zu sehen. Sie schaut freundlich und neugierig.

4.

Lothar B.

Beruf: Richter

Der Mann ist schätzungsweise um die 60 Jahre. Er hat ein schmales, längliches Gesicht. Der Kopf ist ganz leicht nach rechts geneigt. Die wenigen grauen Haare an den Kopfseiten sind kurz rasiert. Er trägt einen kurzen, ergrauten Oberlippen- und Kinnbart; einen sogenannten Ankerbart. Seine Nase ist gerade und kurz. Er trägt eine dunkle Hornbrille. Seine Augen sind dunkel und schmal. Der Mund ist leicht geöffnet. Er schaut den Betrachter interessiert und freundlich an.

5.

Stephanie D., spät erblindet

Beruf: Rektorin

Die Frau mittleren Alters hat schulterlanges, leicht gelocktes, dichtes, dunkles Haar. Sie trägt eine Spitzenbluse mit weitem, rundem Halsausschnitt. Ihre freundlich lächelnden Augen sind hell und werden von dunklern Wimpern eingerahmt. Auch die Augenbrauen sind dunkel. Die Nase ist kurz und dreieckig. Sie lächelt den Betrachter offen an. Dabei wird die obere, weiße Zahnreihe sichtbar. Das ganze Gesicht strahlt Heiterkeit und Lebensfreude aus.

6.

Christoph S.

Beruf: Pfarrer und Seelsorger

Der Mann, schätzungsweise um die 60, hat ein schmales, herzförmiges Gesicht. Er trägt eine Glatze und um den Hals einen gepunkteten Schal. Die anliegenden Ohren halten eine runde Brille aus Horn und Metall. Die eher dunklen Augen sind von Lachfältchen umrahmt. Die Augenbrauen sind buschig und dunkel. Sein Dreitagebart ist grau durchzogen. Die Nase ist lang und gerade, der Mund zu einem freundlichen Lächeln geschlossen und schmal. Der Mann macht einen zugewandten und entspannten Eindruck.