So funktioniert die Ausstellung

Als absolute Kurzversion steht das so auf unserem Roll-up jeweils am Eingang zur Ausstellung:

Text Roll-up
00:00 / 01:56

Und für alle, die jetzt Zeit haben und mehr wissen wollen ...

vor den Hörportraits.jpg

Teil 1

'Ich höre Menschen in meinem Kopfkino!'


Du betrittst den ersten Teil der Ausstellung. Hier hängen zwölf schwarze Bilder: die sogenannten Hörportraits. Dahinter verbergen sich Menschen und Einschätzungen ihrer  Profilerinnen und Profiler. Anhand dieser Informationen und Eindrücke entwickelst Du eine Vorstellung von den Menschen. Du befindest Dich in Deinem 'Kopfkino'. Wenn Du hörberhindert bist, schau Dir die Übersetzungen in Gebärdensprache an, die als Videoclips auf dem Monitor in der Ausstellung gezeigt werden.

 

Im Notizbuch kannst Du zu jedem Hörportrait  Informationen, Deine Gedanken und inneren Bilder notieren und Sympathiepunkte vergeben: sehr anziehend / sympathisch / neutral / eher unsympathisch. Außerdem steht dort auch, von welcher Profilerin oder welchem Profiler die Beschreibung und Einschätzung stammt. 

Die 64 Seiten unseres Notizbuches haben es in sich: Infos zu Projekt und Menschen, Bilder, Denkanstöße, Fragen, die Auflösungen und ganz viel Platz für Dich! Das Notizbuch wird also zu Deinem ganz persönlichen Kopfkino-Buch!

Das Notizbuch

 

- notiere hier die Infos,

Deine inneren Bilder,

Gedanken und Gefühle

 

- staune über die Auflösungen

- nimm die Denkanstöße und Deine

  Erfahrungen aus der Ausstellung

mit nach Hause!

1/1

Teil 2

'Ich sehe Menschen und frage mich, wen sehe ich da?!'

Du betrittst den zweiten Teil der Ausstellung. Hier hängen große Schwarz-Weiß-Portraits der zwölf Menschen, die im ersten Teil zu hören waren. Im Notizbuch kannst Du die verschlossenen Seiten mit den jeweils zusätzlichen Fotos öffnen. Trage hier wieder Deine Gedanken zu den Fotoportraits ein und vergib Symphatiepunkte. Wenn Du stark sehbehindert oder blind bist, kannst Du Dir jetzt die Bildbeschreibungen zu den großen Fotografien und den kleinen im Notizbuch anhören.

Jetzt wird es spannend: Welches Hörportrait passt zu welchem Bild? Spielen Vorurteile und Erfahrungen Dir einen Streich? Findest Du jemanden anziehend, bloß weil die Haare lang sind? Lehnst Du Männer mit Bart ab, weil Dein übellauniger Nachbar einen trägt? Ist es für Dich wichtig, was andere über einen Menschen sagen?

Hinter der Klappseite des Notizbuchs stehen die Auflösungen: Hier siehst Du, welche Hör- und Fotoportraits zusammenpassen.

 

Du erfährst ansatzweise etwas darüber, wie blinde und sehbehinderte Menschen ihre Mitmenschen wahrnehmen und auch darüber, wie subjektiv die Beschreibungen der Profilerinnen und Profilern sind. Vielleicht stellst Du auch fest, wie gut Deine Vorstellungskraft ist und wie Du Menschen bewertest.

Teil 3

'Dokufilm'

Das Projekt ist experimentell und spannend! Deshalb haben wir die Interviewtage von einem Kamerateam begleiten lassen. Diesen Film zeigen wir in der Ausstellung, weil wir sicher sind, dass der Entstehungsprozess viele Besucher interessieren wird. Du kannst Dir auch hier auf der Webseite eine Kurzversion ansehen und anhören. Klicke dafür im Menü auf 'Film' oder hier auf den Button.

Lust auf Experimente?

 

Du kannst Deinen Besuch der Ausstellung auch anders angehen:

Wie wäre es, wenn Du Dir im 2. Teil der Ausstellung, wie ein sehbehinderter oder blinder Besucher auch, die Bildbeschreibungen anhörst, statt Dir sofort die Bilder anzusehen? So könnte der Perspektivwechsel noch besser gelingen! Du tauchst noch tiefer in die Wahrnehmungs- und Vorstellungswelt Deiner blinden und sehbehinderten Mitmenschen ein. 

 

Oder Du startest mit den Fotoportraits, um erst danach zu den Hörportraits zu gehen?

 

Oder: Du wechselst hin- und her?

 

Bedenke aber dabei: Wenn Du mit den Fotoportraits startest, wirst Du beeinflusst, denn Du hörst die Hörportraits mit fertigen Bildern im Kopf. Das ist Dir egal? Auch gut - mach es einfach so, wie Du willst.

Oder Du hörst Dir die Einschätzungen der Profilerinnen und Profiler ganz bewusst NICHT an, um Dich nicht beeinflussen zu lassen? Kommst Du möglicherweise zu einer ganz anderen Bewertung?

Für Gruppen und Schulklassen:

Ihr könntet Euch aufteilen! Gruppe A beginnt mit den Hörportraits, Gruppe B mit den Bildern.

Oder: Nach den Hörportraits hört sich Gruppe A erst einmal die Bildbeschreibungen an. Gruppe B sieht sich sofort die großen Portraits und die kleinen Bilder im Notizbuch an. Welche Gruppe hat am Ende mehr Treffer? Welche Reihenfolge gefällt Euch besser? Welche ist spannender?

Im ersten Teil der Ausstellung hört sich Gruppe A auch die Einschätzungen der Profilerinnen und Profiler an, Gruppe B tut das nicht! Finden sich in den Bewertungen von Gruppe A viele Aussagen der Profilerinnen und Profiler wieder? Hat Gruppe B auffallend andere Informationen und Assoziationen im Notizbuch notiert?

Nimm Kontakt zu uns auf, wenn Du Dir mit Deinen Schülern im Vorfeld die Hörportraits anhören und vor dem Ausstellungsbesuch damit arbeiten willst. Beispielsweise: Hört Euch die Menschen an und malt, zeichnet, gestaltet diese Menschen so, wie Ihr sie Euch vorstellt. Oder: Schreibt Eure ganz eigene Geschichte zu diesen Menschen. Oder: Analysiert die Bewertung durch die Profilerinnen und Profiler. Was hättet Ihr diese Menschen gefragt und weshalb? Was ist Euch wichtig an Menschen?

Die Auflösungen im Notizbuch sollte sich alle erst am Ende anschauen. Die Überraschung will sich sicherlich niemand verderben.

Wir sind überzeugt, dass in diesem Kunstprojekt viel 'Musik' ist; dass sich viele weitere Erkenntnisse einstellen, dass Neues daraus entstehen und sich das Projekt weiterentwickeln wird. Spannend ist es für uns alle jedenfalls von Anfang an gewesen.

 

Also: Komm in die Ausstellung! Vertrau Deiner Vorstellungskraft, hab Spaß in Deinem Kopfkino - alleine oder mit anderen!

Wir freuen uns übrigens sehr über Rückmeldungen! Besuche uns auch auf facebook und Instagram.

Herzliche Grüße

 

Meike und das Kopfkino-Team