So funktioniert die Ausstellung

In der Kopfkino-Ausstellung gibt es Portraits zum Hören, Portraits zum Sehen und einen Film, der zeigt, wie alles entstanden ist.

Um die Ausstellung besuchen zu können, brauchst Du ...

Dein Handy oder einen unserer mp3-Player, den Du kostenlos - gegen Pfand - in der Ausstellung ausleihen kannst (Die Anzahl ist begrenzt!).

eventuell Kopfhörer (die Du mitbringst > für den mp3-Player bitte mit Standard-Klinken-Stecker) oder Einmalkopfhörer, die Du vor Ort kaufen kannst (Corona-Hygienevorschrift).

Das Notizbuch um einen guten Überblick zu behalten, Deine Ideen, Gefühle, Gedanken zu notieren und um die Auflösungen zu bekommen! Das Notizbuch ist vor Ort erhältlich.

Du musst nicht ins Internet gehen! Du verbrauchst kein Datenvolumen! Und Du musst Dir keine App installieren! Alles, was Du tun musst ist: Du wählst Dich ganz einfach und kostenlos in unser eigenes, geschlossenes WLAN-Netz in der Ausstellung ein und kopierst Dir die Audio-Daten für Deinen Besuch auf Dein Handy. Jetzt kannst Du sie ungestört in der Ausstellung abrufen. Nach dem Besuch kannst Du die Daten einfach wieder löschen. Vor Ort wird der Vorgang aber noch mal erklärt.

Du hast kein Handy oder willst es nicht benutzen? Kein Problem: Du kannst Dir einen mp3-Player ausleihen! Aus Hygienegründen kaufst Du Kopfhörer für 2 € dazu oder hast Deine eigenen Kopfhörer mitgebracht. Ganz ohne Technik gehts bei der Ausstellung nun mal leider nicht - aber das war's auch schon!

Und jetzt gehts los ...

Bildbeschreibung: Im Querformat sind eine junge Frau und ein junger Mann von hinten zu sehen, die in der rechten Bildhälfte vor einer hellen Wand stehen. Nur dort ist das Bild wirklich scharf. An der Wand hängen fünf schwarze Leinwände. Die beiden linken sind unscharf, die ganz rechte Leinwand leicht. Auf Leinwand Nummer 3 und 4, die gut zu lesen sind, steht in weißer Stempelschrift oben jeweils das Wort KOPFKINO und darunter groß H 03 und H 04. Das meint: Hörportrait 3 und Hörportrait 4.

Teil 1

'Ich höre Menschen und habe mein eigenes Kopfkino!'


Du betrittst den ersten Teil der Ausstellung. Hier hängen zwölf schwarze Bilder: die sogenannten Hörportraits. Hinter jedem Bild verbirgt sich ein Mensch. Du kannst Dir die Originalstimmen und Personenbeschreibungen anhören. Anhand dieser Informationen und Eindrücke entwickelst Du eine Vorstellung von den Menschen. Du befindest Dich also in Deinem 'Kopfkino'. Im Notizbuch kannst Du zu jedem Hörportrait  Informationen, Deine Gedanken und inneren Bilder notieren und Sympathiepunkte vergeben: sehr anziehend / sympathisch / neutral / eher unsympathisch. Außerdem steht dort auch, von welcher Profilerin oder welchem Profiler die Beschreibung und Einschätzung stammt. 

Die 64 Seiten unseres Notizbuches haben es also in sich: Infos zum Projekt und den Menschen darin, Bilder, Denkanstöße, Fragen, die Auflösungen und ganz viel Platz für Dich! Das Notizbuch wird also zu Deinem ganz persönlichen Kopfkino-Buch!

Das Notizbuch

 

- notiere die Infos, Deine inneren Bilder, Gedanken und

Gefühle in Dein Notizbuch

 

- staune über die Auflösungen und

- nimm die Denkanstöße und Deine

  Erfahrungen aus der Ausstellung

mit nach Hause!

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Bildbeschreibung: Sieben Motive zeigen Titelseite und 6 Doppel-Seiten des Club-Journals. Einmal wird erklärt, dass die Ausstellung für seh- und hörbehinderte Besucher barrierefrei ist - über Audiodateien mit Bildbeschreibungen und Videoclips mit gebärdeten Hörportraits. Dann sind vier Profiler mit ihren Statemants zu sehen. Exemplarisch werden die Seiten der Hör- und Fotoportraits gezeigt, in die der Besucher selbst etwas eintragen kann. Auch die Doppelseite mit der Schirmherrin Shary Reeves und dem Schirmherren Jürgen Dusel ist abgebildet.

Teil 2

'Ich sehe Menschen und frage mich, wen sehe ich da?!'

Du betrittst den zweiten Teil der Ausstellung. Hier hängen große Schwarz-Weiß-Portraits der zwölf Menschen, die im ersten Teil zu hören waren. Du kannst wieder im  Notizbuch alles zu den Fotoportraits aufschreiben und Symphatiepunkte vergeben. Wenn Du stark sehbehindert oder blind bist, kannst Du Dir alle Bildbeschreibungen anhören, die ich für Dich eingesprochen habe.

Jetzt wird es spannend: Welches Hörportrait passt zu welchem Bild? Spielen Vorurteile und Erfahrungen Dir einen Streich? Findest Du jemanden anziehend, bloß weil die Haare lang sind? Lehnst Du Männer mit Bart ab, weil Dein übellauniger Nachbar einen trägt? Ist es für Dich wichtig, was andere über einen Menschen sagen?

In der Klappseite des Notizbuches stehen die Auflösungen! Dort kannst Du nachsehen, welche Hör- und Fotoportraits zusammenpassen.

 

Du erfährst ansatzweise etwas darüber, wie blinde und sehbehinderte Menschen ihre Mitmenschen wahrnehmen und auch darüber, wie subjektiv die Beschreibungen der Profiler*innen sind. Vielleicht stellst Du auch fest, wie gute Deine Vorstellungskraft ist und wie Du Menschen bewertest.

Teil 3

'Dokufilm'

Das Projekt ist experimentell und damit spannend! Deshalb haben wir die 'blinden' Interviews von einem Kamerateam begleiten lassen. Diesen Film zeigen wir in der Ausstellung, weil wir sicher sind, dass der Entstehungsprozess viele Besucher interessieren wird. Ab Frühjahr 2021 kannst Du Dir auch hier auf der Webseite den Trailer ansehen, bzw. anhören. Klicke dafür im Menü auf 'Film'.

Lust auf Experimente?

 

Du kannst Deinen Besuch der Ausstellung auch anders angehen:

Wie wäre es, wenn Du Dir im 2. Teil der Ausstellung, wie ein sehbehinderter oder blinder Besucher auch, die Bildbeschreibungen anhörst, statt Dir sofort die Bilder anzusehen? So könnte der Perspektivwechsel noch besser gelingen! Du tauchst noch tiefer in die Wahrnehmungs- und Vorstellungswelt Deiner blinden und sehbehinderten Mitmenschen ein. 

 

Oder Du startest mit den Fotoportraits, um erst danach zu den Hörportraits zu gehen?

 

Oder: Du wechselst hin- und her?

 

Bedenke aber dabei: Wenn Du mit den Fotoportraits startest, wirst Du beeinflusst, denn Du hörst die Hörportraits mit fertigen Bildern im Kopf. Das ist Dir egal? Auch gut - mach es einfach so, wie Du willst.

Oder Du hörst Dir die Einschätzungen der Profiler*innen ganz bewusst NICHT an, um Dich nicht beeinflussen zu lassen? Kommst Du möglicherweise zu einer ganz anderen Bewertung?

Ihr könntet Euch aufteilen! Gruppe A beginnt mit den Hörportraits, Gruppe B mit den Bildern.

Oder: Nach den Hörportraits hört sich Gruppe A erst einmal die Bildbeschreibungen an. Gruppe B sieht sich sofort die großen Portraits und die kleinen Bilder im Notizbuch an. Welche Gruppe hat am Ende mehr Treffer? Welche Reihenfolge gefällt Euch besser? Welche ist spannender?

Im ersten Teil der Ausstellung hört sich Gruppe A auch die Einschätzungen der Profiler*innen an, Gruppe B tut das nicht!

Finden sich in den Bewertungen von Gruppe A viele Aussagen der Profiler*innen wieder? Hat Gruppe B auffallend andere Informationen und Assoziationen im Notizbuch notiert?

Für Gruppen und Schulklassen:

Die Auflösungen im Notizbuch sollte sich jeder erst am Ende anschauen. Die Überraschung will sich sicherlich niemand verderben.

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Wir sind überzeugt, dass in diesem Kunstprojekt viel 'Musik' drin ist; dass sich viele weitere Erkenntnisse einstellen, dass Neues daraus entstehen und sich das Projekt weiterentwickeln wird. Spannend ist es für uns alle jedenfalls von Anfang an gewesen.

 

Also: Komm in die Ausstellung! Vertrau Deiner Vorstellungskraft, hab Spaß in Deinem Kopfkino - alleine oder mit anderen!

Wir freuen uns übrigens sehr über Rückmeldungen! Besuche uns auch auf facebook und Instagram.

Herzliche Grüße

 

Meike und das Kopfkino-Team